Anlässlich des Internationalen Tags der Kinderrechte am 20. November setzt sich die Landesarbeitsgemeinschaft Kinderinteressen Baden-Württemberg e.V. (kurz: LAG KieV) für das Recht auf Spiel und Erholung für Kinder und Jugendliche ein. Konkret geht es um den Erhalt und die Förderung von öffentlichen, frei zugänglichen Bolzplätzen in Baden-Württemberg.

 

Einerseits werden bestehende Plätze immer weniger von der direkten Nachbarschaft toleriert. Andererseits werden kaum mehr neue Plätze gebaut. Dies hat ganz unterschiedliche Gründe, wie Lärm oder fehlender Platz für den Neubau. Daher verschwinden immer mehr wohnungsnahe Freiflächen für Spiel und Erholung, insbesondere für Jugendliche.

 

Es gibt jedoch viele Argumente die dafür sprechen, Bolzplätze zu erhalten. Sie ermöglichen ein ungezwungenes und selbstbestimmtes Spielen und Sporttreiben und stellen wichtige soziale Treffpunkte für Kinder und Jugendliche dar. Damit fördern sie die Gesundheit und die Integration von Kindern und Jugendlichen.

 

In ihrer Pressemitteilung stellt die LAG KieV Lösungsansätze vor und ruft Bund und Land dazu auf, sich für Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg stark zu machen. Die komplette Pressemitteilung gibt es hier zum Nachlesen.

 

Kandidatinnen und Kandidaten für die Jugendgemeinderatswahl stehen fest

Bis zum 23. Oktober 2025 konnten Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren ihre Bewerbung für eine Kandidatur zum Jugendgemeinderat einreichen. Im Vorfeld machte die Verwaltung gemeinsam mit dem aktuellen Jugendgemeinderat über 9.000 Jugendliche auf diese Möglichkeit aufmerksam – zum Beispiel über einen persönlichen Brief des Oberbürgermeisters, soziale Medien und direkt in den Schulen. Insgesamt haben sich 59 Jugendliche für einen Sitz im Jugendgemeinderat beworben. Einige von ihnen konnten schon Erfahrung als aktuelles Mitglied sammeln. Alle Bewerberinnen und Bewerber und ihre persönlichen Zielen findet ihr hier.

 

30 Vertreterinnen und Vertreter für die Jugend

Seit 2006 vertritt der Jugendgemeinderat in Heidelberg die Interessen junger Menschen gegenüber dem Oberbürgermeister, dem Gemeinderat und seinen Ausschüssen. Bei allen jugendrelevanten Themen haben die jungen Räte ein festes Rederecht im Gemeinderat. Der Heidelberger Jugendgemeinderat setzt sich aus 30 gewählten Jugendvertreterinnen und -vertretern und sechs beratenden Mitgliedern des „Erwachsenen“-Gemeinderates sowie einem Mitglied aus dem Personenkreis der Kinderbeauftragten zusammen. Die Jugendgemeinderäte sind für zwei Jahre gewählt. Sie arbeiten ehrenamtlich. Für Sitzungen gibt es als Aufwandsentschädigung Sitzungsgeld.

 

Online-Wahl startet am 3. Dezember 2025

Die Wahl findet in diesem Jahr vom 3. bis zum 9. Dezember statt. Gewählt wird erneut online. Wahlberechtigte Jugendliche erhalten ihre persönlichen Log-In-Daten per Post.

Eure Ideen für den Spielplatz 

 

Im Juli 2025 haben 150 Kinder im Alter von vier bis neun Jahren ihre Ideen für die Neugestaltung des Spielplatzes Turnerstraße eingebracht.  Auch Eltern konnten Hinweise und Anregungen einbringen.

Die Ergebnisse der Beteiligung sind hier zu finden:

Kinderfreundliche Dokumentation Beteiligung Turnerstraße

Dokumentation Kinderbeteiligung Turnerstraße

 

Städtischer Haushalt: Der Zeitplan muss angepasst werden

Zum Zeitpunkt der Beteiligung wurde in der Planung vorgesehen, dass der neue Spielplatz im Frühjahr/Sommer 2026 eröffnet werden kann. Im September 2025 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe allerdings den vom Gemeinderat Heidelberg beschlossenen Haushalt nur unter Auflagen genehmigt. Diese beinhalten, dass im Jahr 2025 zusätzlich etwa 30 Millionen Euro und im Jahr 2026 mindestens weitere 40 Millionen Euro eingespart werden müssen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind aus diesem Grund keine Gelder für die Neugestaltung des Spielplatzes eingeplant. Daher ist nach aktuellem Stand eine Eröffnung im Sommer 2026 unrealistisch. Hey Heidelberg steht  für Fragen zur Verfügung und informiert über den weiteren Verlauf.

Die Fläche zwischen Helmholtz-Gymnasium, Willy-Hellpach-Schule und Pestalozzischule soll sich verändern und in Zukunft Schulcampus Mitte heißen. Auch das Hauptgebäude der Willy-Hellpach-Schule wird neu gebaut und der sogenannte „Stelzenbau“ der Schule wird umgebaut und erneuert. Die Fläche soll während und nach der Schule besser von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt werden können.

 

Im März 2020 fand eine Kinder- und Jugendbeteiligung zum Projekt „Schulcampus Mitte“ statt. Schülerinnen und Schüler konnten ihre Ideen für die Fläche einbringen, welche in der Dokumentation Schulcampus Mitte zusammengefasst sind. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Projekt zwischenzeitlich gestoppt. Im Juli 2022 hat der Gemeinderat die Fortsetzung des Projektes beschlossen.

 

Wie geht es weiter?
Der Gemeinderat hat am 20.07.2022 einen zweistufigen Realisierungswettbewerb beschlossen. Verschiedene Architekten und Landschaftsbüros konnten Vorschläge machen, wie sie den Schulcampus Mitte gestalten würden. Grundlage für ihre Vorschläge war die Aufgabenstellung, welche die Architekten in der sogenannten Wettbewerbsauslobung erhielten. In diese Aufgabenstellung flossen auch die Ideen der Kinder und Jugendlichen ein. Eine Jury, in der neben Architekt*innen, Vertreter*innen aus der Politik und der Stadtverwaltung auch eine Lehrerin und ein Schüler der Willy-Hellpach-Schule saßen, entschieden dann, am 25.07.2023, welcher Vorschlag gewinnt und umgesetzt wird. Die Architekt*innen und Landschaftsarchitekt*innen, welche den Wettbewerb gewannen, wurden Anfang 2024 damit beauftragt, einen Entwurf zu erstellen. Dieser soll dem Gemeinderat voraussichtlich im Frühjahr 2026  vorgelegt werden.

 

Einige Ideen und Anliegen der Kinder und Jugendlichen fließen in die Planungen ein:

Was noch interessant ist:

 

 

 

 

 

 

 

Der Kinderspielplatz am Jellinekplatz wird am Dienstag, den 27. Mai eröffnet. Kommt dazu gerne zahlreich vorbei (es gibt auch Wassereis)!

Bei der Planung des neuen Spielplatzes waren verschiedene Kindergruppen aus dem Stadtteil beteiligt. Weitere Infos zur Beteiligung sind hier zu finden.

In Baden-Württemberg gibt es seit März 2025 einen Landesjugendbeirat. Damit bekommen junge Menschen eine offizielle Stimme in der Landespolitik. Der Beirat berät das Kultusministerium bei Themen, die Jugendliche direkt betreffen – Fragen zu Schule, Freizeitangebote, Beteiligungsmöglichkeiten oder Klimaschutz.

Mitmachen können Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 28 Jahren. Die Mitglieder wurden berufen und arbeiten für drei Jahre im Beirat mit. Sie treffen sich mindestens zweimal im Jahr zu Sitzungen, um aktuelle Themen zu diskutieren und Vorschläge zu erarbeiten. Zusätzlich gibt es digitale Treffen, damit auch kurzfristige Themen schnell aufgegriffen werden können. Der Landesjugendbeirat soll dafür sorgen, dass die Interessen junger Menschen mehr Gehör finden. Er ist ein Ergebnis der Jugendkonferenzen 2023, bei denen viele Jugendliche mehr Mitspracherecht in politischen Entscheidungen gefordert hatten. Das Kultusministerium unterstützt den Beirat organisatorisch, die Themen setzen aber die Jugendlichen selbst. Ihre Ideen und Empfehlungen werden direkt an die Politik weitergegeben.

Wer sich für die Arbeit des Beirats interessiert oder selbst mitgestalten möchte, findet weitere Informationen auf der Website des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Das Programm „U25 – Richtung: Junge Kulturinitiativen“ des Fonds Soziokultur unterstützt junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren dabei, ihre kreativen und kulturellen Projekte umzusetzen. Ab dem 2. April können bis zu 4.000 Euro beantragt werden. In der Regel kann der Fonds zweimal jährlich zum 2. Mai und 2. November in Anspruch genommen werden. Die Fördermittel werden durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bewilligt. Es werden zeitlich befristete Projekte gefördert, die ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema bearbeiten und die Menschen vor Ort einbeziehen.

Weitere Details zur Antragstellung, zur Förderzusage und den notwendigen Unterlagen zur Erstellung des Fördervertrages findet ihr hier.

 

Bei offenen Fragen, melde dich gerne bei Silvia Bonadiman: bonadiman@fonds-soziokultur.de 

Alle Grundschul- und Kindergartenkinder sind herzlich eingeladen, dass neue Plakat für den Sommertagszug des Stadtteilvereins Rohrbach zu entwerfen. Gefragt sind bunte und einfallsreiche Bilder, die die Freude dieses besonderen Tages ausdrücken. Der Stadtteilverein sucht dann dass für sie beste Bild aus. Das Siegerbild wird nicht nur als offizielles Plakat gedruckt, sondern die anderen
eingereichten Werke werden in die Fenster des alten Rathauses gehängt, sodass viele Rohrbacher*innen die tollen Kunstwerke bewundern können. Die Bilder können  bis zum 23. Februar 2025 eingereicht werden. Die Kunstwerke können entweder eingescannt und digital eingereicht werden oder original abgegeben werden. Der Stadtteilverein freut sich über viele kreative Einsendungen und darauf die Talente der kleinen Künstler*innen zu entdecken!

Abgabe bei Barbara Pfeiffer Dürerstrasse 7 Tel.: 017662106691
Per Mail: rohrbach@kinderbeauftragte-heidelberg.de

Du findest es wichtig, dass sich junge Menschen freiwillig (in Vereinen, Schülervertretungen und ähnlichem…) engagieren? Du möchtest junge Menschen für ihr freiwilliges Engagement oder ihre Beteiligung würdigen? Mit der Projektförderung „Anerkennung & Würdigung engagierter junger Menschen“ hast du die Möglichkeit, genau das umzusetzen! Damit soll freiwilliges Engagement und die Beteiligung von jungen Menschen anerkannt, sichtbar gemacht und wertgeschätzt werden.

 

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung fördert Träger der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit und Jugendinitiativen dabei, kreative und wertschätzende Würdigungsmaßnahmen für junge Menschen vor Ort durchzuführen.

 

Deine Ideen sind gefragt – einfach, unkompliziert und mit bis zu 450 € Förderung. Lass uns zusammen das Engagement junger Menschen sichtbar machen!

 

Nähere Infos

 

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat einen Sonderfonds zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen eingerichtet. Dieser fördert Ideen und Projekte, die Kinder und Jugendliche dazu ermächtigen, sich in politischen Themen zu beteiligen. Der Fonds kann kurzfristig bis März im Rahmen der Bundestagswahl 2025 abgerufen werden.

Gefördert werden können Träger der Kinder und Jugendhilfe und Kommunen, die Projekte gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen umsetzen wollen mit bis zu 5.000 Euro. Auch können Kinder und Jugendliche selbst über Mikrofonds unkompliziert bis zu 500 Euro für ihre Projekte erhalten.


Jugendfonds für Jugendliche

  • Förderprogramm für Projekte von Kindern und Jugendlichen zu Themen wie Demokratie, Politik und Kinderrechte
  • selbstständig bewerben können sich Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren über das Online-Antragsformular des Kinderhilfswerks

Infos für Träger/Kommunen

  • Förderprogramm für Kinder und Jugendliche (mit Unterstützung einer volljährigen Person), gemeinnützige Vereine, operative Stiftungen, gemeinnützige Gesellschaften und öffentliche Träger
  • Frist für die Antragsstellung ist zwischen dem 15.01.2025 und dem 23.02.2025
  • die zu fördernde Maßnahme darf noch nicht vor der Förderentscheidung begonnen worden sein
  • Projekte sollten im Vorfeld der Bundestagswahl stattfinden, müssen jedoch spätestens bis zum 31.03.2025 abgeschlossen sein.

Weitere Infos zum U18 Sonderfonds befinden sich hier.